WmdedgT 2/2026
(Alles zu WmdedgT wie immer bei Frau Brüllen)
Man behauptet, es sei der 5. Februar. Für mich ist es ungefähr der tausendsiebenhundertneunungvierzigste Januar. Ich stecke in einer Endlosschleife aus Krankenhausthemen und beruflichen Herausforderungen. Meine Stimmung ist den Umständen entsprechend hervorragend, allein das ist verdächtig.
Ich stand heute irgendwann auf. Seit ich meinen Urlaub zum zweiten Mal abgesagt habe, weigere ich mich, einen Wecker zu stellen. Wenigstens in Bezug auf Schlaf soll der Körper, besonders das Gehirn, bekommen, was es verlangt. Als ich mich – heute passend für einen wichtigen Termin – angekleidet hatte, begab ich mich ins Büro. Ich kann mich offen gesagt nicht erinnern, welches Transportmittel ich benutzte und welchen der möglichen Wege ich einschlug. Irgendwann war ich halt da. So ist das derzeit.
Was ich im Büro bis zum Termin tat, weiß ich nicht mehr. Ich arbeitete mich durch Listen voller kleiner, notwendiger Aufgaben. Sie sind sauber priorisiert, daher gehe ich davon aus, dass alles sinnvoll und zeitgerecht war. Zwischendurch auch kurz Korrespondenz mit Frau Herzbruch, bekanntlich auch in einer Klinik.
Beim Termin selbst war ich komplett innerlich und äußerlich präsent und alert, vermutlich könnte ich das Gesprochene exakt im Wortlaut wiedergeben, vielleicht sogar mit verstellten Stimmen. Die ganzen dreieinhalb Stunden. Das wird mir noch nützlich sein, dieser Termin war zentral für eins der sieben großen Themen, die meinen Urlaub verhindern und die ich daher eins nach dem anderen erledigen muss, nicht zwingend auf einen Streich, sieben Streiche sind auch okay.
Anschließend ging ich mit einigen aus der Terminrunde zum Mittagessen, wobei es für mich Frühstück war, und aß Wagyu Katsu Sando. Das war sehr lecker!
Den Nachmittag verbrachte ich mit einem weiteren der großen Themen. Wenn alles gut läuft, wird das nächste Woche einen Abschluss finden, dann sind es nur noch sechs.
Ich machte relativ früh (18 Uhr) Feierabend, denn es gab eine gute Nachricht: der kleine Dackel von Schanuf konnte aus der Tierklinik entlassen werden. Das ist schon einmal sehr schön – ob alles gut wird, ist leider noch fraglich, die nächsten Tage werden das zeigen. Momentan ist die Situation fragil, so dass ich benötigte Dinge einkaufte und anlieferte und einen Krankenbesuch machte, der hoffentlich kein Abschiedsbesuch war.
In der S-Bahn schwallartiges Nasenbluten, man reichte mir Taschentücher.
Gegen 20 Uhr kam ich zu Hause an und telefonierte eine Stunde mit meiner Schwester zur Krankenhaussituation von Papa N. Auch die ist sehr fragil.
Jetzt Katze füttern, vielleicht mich selbst noch füttern. Ich bin unsicher, ob das heute Abend noch lohnt.
Gute Wünsche werden für alles entgegengenommen: für Frau Herzbruch, für Papa N., für den Dackel, und nicht zuletzt auch für meine Nerven.
