Juli 2023

Zu-Hause-Urlaub Tag 1

Jaja, der Urlaub geht noch weiter. Wir haben einen zweiten Sessel ins Wohnzimmer geholt, aus Ms Zimmer, damit wir alle gemeinsam die 2. Staffel von Good Omens schauen können. Zwar haben wir auch ein Sofa. Aber wir sind ja 5. Neben Herrn N. auf dem Sofa sitzt auf jeder Seite eine Katze. Und M und ich sitzen dann jetzt jeweils in einem Sesse.

Wegen verschiedener Verpflichtungen haben wir heute aber nur zwei Folgen geschafft. Dabei war ich schon um 7 Uhr aus dem Haus, um das Auto umzuparken. Als der Wecker klingelte, dachte ich, ich mĂŒsse sterben, aber schon nach 15 Minuten fand ich es ganz schön, frĂŒh wach zu sein und viel vom Tag zu haben. Ich habe ja unglaublich gerne einen langen, vollen Tag. Gleichzeitig schlafe ich aber auch unglaublich gerne. Ich kann mich da nie so richtig entscheiden, was aber ja nicht schlimm ist, denn ich finde ja beides gut.

Heute Nacht werde ich dann auch noch in einem frisch bezogenen Bett schlafen, das aber – man kennt diese VorgĂ€nge aus dem Internet – leider zum jetzigen Zeitpunkt zwar abgezogen, aber noch nicht wieder neu bezogen ist. Ich schwöre, es handelt sich hierbei nicht um einen Fall von Prokrastination, ich bin ja ĂŒberhaupt kein Mensch, der prokrastiniert, im Gegenteil, ich bin eine Person, die man ausbremsen muss. Beim Bettenbeziehen ist das so: ich ziehe die alten Laken ab und habe – wirklich! – unbĂ€ndige Lust, sofort die neuen Laken aufzuziehen, damit alles schön und frisch ist. Aber es gehört ja zum guten Stil beim Bettenbeziehen, die BettwĂ€sche bei weit geöffnetem Fenster auslĂŒften zu lassen. WĂ€hrend das geschieht werde ich vom Strudel des Tages hinweggerissen und erinnere mich zwar immer mal kurz wieder an das Bett, mache dann aber immer gerade etwas anderes, so wie ich mich beispielsweise gerade jetzt erinnert habe, aber jetzt blogge ich ja.

Ansonsten habe ich heute den Tag ĂŒber sehr viel WĂ€sche gewaschen und die Wohnung ausgerĂ€umt, also: das ganze GepĂ€ck wieder verrĂ€umt. Ich liebe das, wenn die Bedingungen stimmen. UrlaubsgepĂ€ck verrĂ€umen ist dabei eine besonders dankbare Aufgabe, es besteht in der Regel hauptsĂ€chlich aus Dingen, die schon vorher im Haushalt waren und einen festen Platz haben. EinkĂ€ufe oder gar Geburtstagsgeschenke sind schwieriger. Am besten ist es aber, wenn niemand sonst in der Wohnung ist, weil mir sonst immer wer im Weg steht oder mich am Ende auch noch anspricht, was ich nicht will, denn mein Ordnungsverfahren ist hochgradig komplex, ich trage Dinge in wilden Kombinationen hin und Herr und es sieht ĂŒber lĂ€ngere Zeitdauer aus, wie das Chaos des Jahrhunderts und dann, plötzlich, löst sich mit ein paar Handgriffen, die einem Taschenspieltrick gleichen, ganz plötzlich alles auf. Ein magischer Moment!

Urlaub – Tag 8

Wir sind zurĂŒck. Heute morgen sind wir aufgestanden, haben uns fertig gemacht, sind ins Auto gestiegen und damit gefahren und nun sind wir eben wieder ausgestiegen, machen uns jetzt wieder fertig und gehen ins Bett. So betrachtet wirkt das regelrecht grotesk. Andererseits, mit einer Kutsche frĂŒher wĂ€re es auch nicht besser gewesen, nur weniger komfortabel. Und alle anderen Verkehrsmittel (Pferd, Rad, Wandern etc.) kommen nur in Frage, wenn der Weg schon das Ziel ist.

Die Katzen sind wohlauf und wirken gar nicht beleidigt. Wir haben schon drei PlÀtze in der Wohnung identifiziert, an denen sie sich bevorzugt aufgehalten haben: auf Ms Bett, auf Herrn Ns Bettseite und im Sessel. Da werden wir morgen mal mit dem Fellhandschuh und Fusselrolle tÀtig werden.

Im Briefkasten erfreulich wenig Post, aber die Post kommt hier ja auch nur ein- oder zweimal pro Woche. Und einen Parkplatz auf der Straße gab es nicht, ich werde also morgen frĂŒh um halb 8 unter großem Gejammer umparken. Und dann Brötchen mitbringen und so Dinge wie KĂ€se, MĂŒsli, Obst, GemĂŒse – das hatte ich nicht bedacht, als wir vor Abreise alle VorrĂ€te aufgegessen haben: dass dann bei RĂŒckkehr halt auch wirklich rein gar nichts da ist. Frau Herzbruch hat uns aber noch ein ÜberraschungspĂ€ckchen fĂŒr die Weg gepackt, unterwegs brauchten wir nichts, so dass wir jetzt noch MĂŒsliriegel, Chips und Pralinen knabbern können und das mit Cola Zero aus MiniflĂ€schchen (noch nie vorher so klein gesehen) hinunterspĂŒlen.

Eine Sache ist vor dem Schlafengehen noch zu tun: die erste Folge der neuen Staffel von Good Omens anschauen. Morgen und die nĂ€chsten Tage schauen wir dann weiter und lassen nebenher die Waschmaschine laufen, packen die Taschen aus und was man halt so macht, wenn man von einer Reise zurĂŒckkehrt.

Das war ein schöner Urlaub!

Urlaub – Tag 7

Im Wesentlichen befassten wir uns heute mit der Suche nach einem Anwesen fĂŒr den nĂ€chsten Urlaub. Wenn man einmal so residiert hat, wie wir es aktuell tun, gibt es kein zurĂŒck mehr. Die Möglichkeiten sind mannigfaltig: ehemalige Kirchen mit einem Bett direkt vor dem Altar, LandhĂ€user mit hoher AktivitĂ€t an paranormalen PhĂ€nomenen, SĂ€le mit 50 Betten darin. Um nur ein paar zu nennen. Wir sind noch unentschlossen.

Kurz zwischendrin heute dachte ich auch, dass sich alles, also: ALLES nochmal ganz anders entwickelt als bisher gedacht. Wir hatten nĂ€mlich Pizza bestellt und dann kam die Pizza und dann war Herr Herzbruch verschwunden. Es war alles unerklĂ€rlich, Frau H vermutete aber, dass es Herrn Herzbruch unangenehm gewesen war, kein Trinkgeld zu haben (Sie wissen ja: FremdwĂ€hrung) und er daher in AufwĂŒhlung das Haus verlassen hatte, um zu einem Geldautomaten zu gehen und dann den Pizzaboten nochmal abzufangen und es ihm auszuhĂ€ndigen. Das hielt ich fĂŒr möglich, genauso möglich aber, dass der Pizzabote schon lĂ€ngst mit einer neuen Bestellung unterwegs ist, wenn Herr H in der Pizzeria eintrifft. Dann hĂ€tte man ihm dort ein GetrĂ€nk angeboten, er wĂ€re mit den EInheimischen ins GesprĂ€ch gekommen. Das eine hĂ€tte das andere ergeben, Sie kennen solche Geschichten, es hĂ€tte in einem fulminanten Fest gemĂŒndet, man hĂ€tte das Fest nach Herrn H benannt, vielleicht einen Nationalfeiertag eingerichtet, wenn wir in ein paar Jahren zufĂ€llig wiederkĂ€men, wĂ€re sein Vorname Platz 1 der Jungsnamen in DĂ€nemark geworden. Ich sah alles ganz genau vor mir.

Das ist nun der letzte Abend, wir haben gepackt, dann haben Frau H und ich im Doppelkopf gewonnen, was gut ist, weil sie angekĂŒndigt hatte, dass der Urlaub nicht endet, bis wir ganz vorne stehen. Ich bin ja gar nicht gerne lang im Urlaub. So kommt alles gut aus. Okay, 1 oder 2 Tage hĂ€tte ich noch angehĂ€ngt, mehr aber nur sehr ungern. Mir liegen Kurzurlaube sehr gut, danach fange ich an, Dinge nicht mehr zu finden, weil sie nicht ihren gewohnten Platz haben und ich möchte andere Sachen nutzen, als ich eingepackt habe, ich kann ganz gut vorhersehen, was und wie ich eine Woche lang sein möchte, fĂŒr lĂ€nger aber nicht. So Ă€hnlich wie Wetterbericht, das geht ja auch nicht mehr als eine Woche im Voraus wirklich gut.

Morgen steigen wir also wieder in den Tourbus. Meine Aufgaben neben Brillenservice und Tischreinigung werden noch SpĂŒlen und MĂŒll wegbringen sein, außerdem mache ich um 8 den Weckdienst, werde dann hart pushen damit allerspĂ€testens um 9:55 Uhr alle im Auto sitzen.

Urlaub – Tag 6

Ich war heute nicht schwimmen, weil ich keine Lust hatte. Eine völlig ungewohnte Erfahrung fĂŒr mich, ich werfe mich aber ja immer gern in neue Situationen, also tat ich zur Abwechslung mal etwas nicht. Ich ging nicht schwimmen.

Ansonsten nahm ich an allen AktivitĂ€ten teil. ZunĂ€chst waren wir an einer alten MĂŒhle und dort verkaufte uns der Vater des Programmierers von Subway Surfers kleine, dicke, gedrechselte Vögel, was unerwartet kompliziert war, denn die Bezahlung war per MobilePay vorgesehen, das funktioniert aber nur mit einer dĂ€nischen Telefonnummer. Wir bekamen schon angeboten, die Vögel einfach mitzunehmen und „irgendwie von Deutschland aus“ zu zahlen, fanden dann aber noch ausreichend Euros in unseren Taschen. Und weil sich ein GesprĂ€ch ergab, konnten wir endlich mal jemanden fragen, welcher Arbeit, die Personen in diesem Teil DĂ€nemarks eigentlich nachgehen. Wie erwartet: dort vor Ort eher keiner, sie arbeiten alle in Odense oder sogar Kopenhagen, außer sie arbeiten in der Landwirtschaft. Viel Spaß hatte ich auch daran, ein Huhn zu streicheln, so superweich! Es war ein außerordentlich hĂŒbsches Huhn. Und Schafe waren da und schrien ab und an „MÄH“ – Schafe sind meiner Ansicht ja die einzigen Tiere, deren Laute wir wirklich so schreiben, wie sie auch klingen. Kein Hund macht Wau, kein Vogel Piep aber Schafe machen MÄH. Wie Karrikaturen ihrer selbst. Ich könnte mich jedes Mal schlapplachen.

Danach waren wir im Hans Christian Andersen-Museum. Ich mag keine MĂ€rchen und ich kann nicht gut in Museen, dennoch hat es mir ausgezeichnet gefallen. Es gab einen schön gestalteten Audio-Guide, der sich je nach Position, an der man stand, mit dem passenden Text, Musik etc. einschaltete. Irritierenderweise gelang es Herrn Herzbruch, etwa eine Stunde lĂ€nger fĂŒr den Rundgang zu brauchen, obwohl er natĂŒrlich denselben Audio-Guide hatte wie wir anderen und wir nichts ĂŒbersprungen haben. Ich habe mich zwar nach etwa einem Drittel geistig entfernt, nicht aus Desinteresse, sondern weil mir das alles zu viel war, aber Herr N, neben dem ich ging, hörte alles an. Und ich fĂŒgte sogar noch einen Sonderprogrammpunkt ein, nĂ€mlich „Handy am Desinfektionsmittelspender liegen lassen und ĂŒber die Kasse am Eingang zurĂŒckerhalten“ – dieser Punkt versetzte mich ĂŒbrigens kein bisschen in Aufregung, weil ich nĂ€mlich vor einer Woche schon einmal glaubte, ich hĂ€tte mein Handy verloren und, als das nicht so war, nochmal alles so einstellte, dass eine vollstĂ€ndige Sicherung immer in der Cloud ist und alle sensiblen Inhalte gut geschĂŒtzt sind. Es wĂ€re also nur eine finanzielle Unannehmlichkeit gewesen. Die Ausstellung, also das erste Drittel, an dem ich mental noch teilnahm, war super, es ging nĂ€mlich gar nicht um MĂ€rchen sondern um das Leben von H. C. Andersen.

Abendessen gab es in einem Foodcourt, der Essen aus zig Nationen bot uns uns mehrfach empfohlen wurde. War auch gut, aber nichts allzu besonderes im Vergleich mit der Offenbacher Innenstadt. Der Teil von DĂ€nemark, in dem wir uns aufhalten, ist aber unglaublich weiß, fĂŒr hier ist es vermutlich etwas besonderes.

Und der Tag wurde abgerundet durch die abendliche Doppelkopf-Runde.

Morgen machen wir Gesichtsmasken und Haarkur und finden heraus, wobei es sich bei dem auf GoogleMaps unbeschrifteten großen gelben GebĂ€ude mit Schornstein hier in der NĂ€he handelt. Ich tippe auf Krematorium.

Urlaub – Tag 5

Frau Herzbruch ist schon im Bett, entweder, um die Nahtoderfahrung zu verarbeiten, die wir hatten, als uns heute auf der Landstraße auf einer kurvigen Anhöhe auf unserer Spur ein LKW entgegenkam, der in einem Überholversuch neben einem Traktor fuhr, oder um das Doppelkopfdebakel zu verarbeiten, wir haben heute nĂ€mlich nicht gewonnen.

Der Tag begann an sich schon etwas holprig mit notwendigen AblĂ€ufen, die weitere Entscheidungen blockierten, gegen Mittag saßen wir aber alle gemeinsam im Tourbus, danach hatte es eine Stunde vorher noch nicht ausgesehen. Ich war sehr zufrieden. Wir wĂ€ren im Zweifel glĂŒcklich gestorben, noch besser ist aber, am Leben zu sein. So konnten wir ein Schloss besuchen bzw. hauptsĂ€chlich die GĂ€rten drum herum mit unendlich vielen Blumen. Und natĂŒrlich schien die ganze Zeit die Sonne, ich habe schon wieder juckende Arme und fĂŒhle mich komplett gedörrt. Sehr, sehr schön war der Fuchsiengarten. Ich mag Fuchsien und Fuchsien mögen 16 bis 24 Grad und Regen. Ich bin eine Fuchsie.

Mein botanisches Interesse an sich ist ja eher gering ausgeprĂ€gt. Am Wegesrand sahen wir aber immer wieder eine Pflanze, bei der ich mich schon seit meiner Kindheit oft frage, was das eigentlich ist. Ich hielt es frĂŒher fĂŒr Rhabarber, weiß aber seit einigen Jahren, dass das nicht richtig ist. Ich sehe die Pflanze immer nur im Urlaub, heute auch wieder und ich bat Herrn H, den Tourbus anzuhalten, damit Frau H ihre Pflanzenapp befragen kann. Es handelt sich bei meiner Pflanze um den Gewöhnlichen Pestwurz. Das ist kein schöner Name, das hĂ€tte ich lieber nicht gewusst. Ich kann mich jetzt nicht mehr vorbehaltlos ĂŒber die Pflanze freuen, wenn ich sie sehe, sondern werde immer nebenher „Pestwurz, wie doof“ denken. Ich weiß noch nicht, wie ich damit umgehen soll.

Auf der Heimfahrt fragen wir uns, wie es sich auf Fynen wohl lebt. Was arbeitet man dort? Es war Berufsverkehrzeit, die Straßen aber leer, nicht nur leer von Autos sondern auch leer von Menschen. Sowieso sind – außer an den Touristenattraktionen – wenige Menschen zu sehen. Wo sind die alle, wo hĂ€ngen die Jugendlichen ab? Man mĂŒsste in eine Kneipe gehen, dort mit Einheimischen ins GesprĂ€ch kommen und sie fragen. Eine Kneipe hatten wir aber auch noch nicht gesehen.

SpĂ€ter schwammen wir wieder im Meer, also nicht alle, nur die Kinder, der Hund und ich. Neben vielen Seesternen und Krabben gab es heute Fische zu sehen, die ĂŒber die Wellen sprangen, so Ă€hnlich wie man Steine ĂŒber das Wasser flitscht. Es gelang uns leider nicht, einen zu fangen und nĂ€her anzuschauen. Ziemlich kleine Fische waren das, silbrig, ich glaube mit weißem Bauch. Warum springen die da herum, ist es Übermut? ÜbermĂŒtig war auch Fiene. Erst schwamm sie bis zur Erschöpfung und wollte dann immer wieder das neue Quietschie, das wir ihr aus dem Supermarkt mitgebracht haben, geworfen bekommen, wollte es aber gleichzeitig nicht loslassen und ich wollte meine Hand nicht in das Maul eines Hundes stecken, der ZĂ€hne so lang wie mein kleiner Finger hat. Ich brauche die Hand ja noch zum Tippen.

Urlaub – Tag 4

Heute war Ruhetag. Wir haben so ein schönes Haus gebucht, das muss auch genossen werden, indem man sich darin oder darum aufhÀlt.

Mir kam das entgegen, ich hatte nĂ€mlich nachts eine MigrĂ€nesituation und stand morgens als letzte und etwas durcheinander auf. In loser Reihenfolge gab es dann die ĂŒblichen Elemente des Tagesablaufs wie „jemand holt Brötchen“, „FrĂŒhstĂŒck“, „Duschen“, „alle setzen sich irgendwo hin“ und ich kam meinen Aufgaben nach. Neben „Glastisch sauberhalten“ und „Sauberkeit des Fahrzeugs (innen) sicherstellen“ gehört dazu auch die tĂ€gliche Brillenreinigung. Heute waren die Sonnenbrillen mit dran.

Im Verlauf des Tages stellen wir die Möbel ein bisschen um, es war nĂ€mlich vorher so, dass die aller bequemsten Sessel keinen Ausblick auf das Meer boten. Jetzt doch. Wir hĂ€tten auch gern den Esstisch, der ja gleichzeitig Kartenspieltisch ist, optimiert, und zwar durch Reduktion des Durchmessers um 10 oder 15 cm. Wenn das ein Profi macht, der die Tischkante wieder genauso hinschleift, fĂ€llt das sicher gar nicht auf, zumal der Vermieter des Hauses in SĂŒdamerika ist. Wenn der das nĂ€chste Mal kommt, weiß der doch gar nicht mehr, wie groß dieser Tisch nun wirklich war und falls er doch was merkt, findet er es sicher gut, dass nicht nur Leute mit Krakenarmen beim Kartenspiel an die Stiche kommen. Allerdings war niemand bereit, einen dĂ€nischen Glaser ausfindig zu machen, der das mal kurz ĂŒbernimmt (oder auch nur auszumessen, ob die Glastischplatte in den Bus passen wĂŒrde), so mĂŒssen wir uns aufgrund von Lethargie wohl bis Urlaubsende behelfen. Vielleicht schnitzen wir uns aus Treibholz kleine KratzĂ€rmchen, mit denen wir die Karten vom Tisch zu uns scharren können.

Das tĂ€gliche Bad im Meer fand natĂŒrlich ebenfalls statt, ich schaute mir nochmal einen Seestern genauer an, und der war auf der einen Seite braun-lila und auf der anderen Seite ein helles Ocker. Er fĂŒhlte sich an, wie nichts anderes, das ich jemals in der Hand hatte. Fester als eine Schnecke, von der Körperspannung her ein bisschen wie Fisch aber in der Bewegung ganz anders. Sehr spannend. Ich warf setze ihn natĂŒrlich bald wieder auf den Meeresboden zurĂŒck.

Sonst gibt es fĂŒr heute wenig zu berichten. Ich las zwei BĂŒcher, das Kochen ĂŒbernahm M, beim Doppelkopf spielte ich mit Frau Herzbruch zusammen, was erstaunlich gut ging, denn wenn sie eine andere Karte ausspielen will als ich, halte ich die Karte einfach ganz fest.

Urlaub – Tag 3

DafĂŒr, dass die Wetter-App jeden Tag Regen ansagt, habe ich ganz schön viele Sonnenpickel auf der Haut. Um fair zu sein: es hat heute geregnet. FĂŒr ca. 2 Minuten, als wir beim FrĂŒhstĂŒck saßen.

Danach waren wir unterwegs, um den Ort zu erkunden, erst in echt und dann noch einmal in MiniaturausfĂŒhrung. Die MiniaturausfĂŒhrung war der Hammer, es begann schon damit, dass man nicht mit Karte zahlen konnte und bei der Frage, ob denn wohl mit Euro, tauschten sich zwei hochbetagte Herren aus dem Mundwinkel sprechend aus. Man einigte sich auf einen Preis von 4 Euro pro Person, wir waren 6 Personen, es wurde kurz beratschlagt, ob es einen Gruppenpreis gĂ€be, es war wohl noch nie vorgekommen, dass eine Gruppe antritt. Ich verlor irgendwann die Geduld, so wie bei ziemlich jeder Kasse in DĂ€nemark bisher, mir ist das alles zu viel hygge. Herr Herzbruch ĂŒbernahm die weiteren Verhandlungen, am Ende des Urlaubs wird es eine Abrechnung geben, ich werde weiteren Kassen aus dem Weg gehen können und einfach spĂ€ter an Familie Herzbruch zahlen und niemand muss meine Laune fĂŒrchten.

Vor dem ersten Haus des Miniaturortes war ein weiterer hochbetagter Mann und rief „Willkommen, Willkommen!“. Eigentlich gab es nichts weiter zu sehen als die kleinen HĂ€uschen, die genauso aussahen, wie die großen HĂ€uschen. Frau H und ich witzelten vor uns hin, dass hier vermutlich ein Hobby außer Kontrolle geraten war, ich stellte mir vor, dass sich Senior*innen wie ein Club zusammengefunden haben und es regelmĂ€ĂŸige Meetings zu „Dachziegel an Haus 6 defekt, wer regelt das und bis wann?“ gibt und dann lasen wir in der BroschĂŒre, die uns am Eingang ausgehĂ€ndigt worden war und sahen: genau so ist es. Treffen immer mittwoch- und donnerstagmorgens, es ist keine Bedingung fĂŒr die Mitgliedschaft, in Rente zu sein aber de facto sind es alle. Wir als Touristinnen hĂ€tten auch einzelne Steine als Andenken kaufen können, aber ich wollte keine weitere Kassenerfahrung machen.

Herr H wird das Projekt besonders im Hinterkopf behalten. AuslĂ€nder*innen können in DĂ€nemark nĂ€mlich nicht einfach so HĂ€user kaufen, man muss entweder z.B. seinen Wohnsitz verlegen oder eine „besondere Verbindung“ zum Land nachweisen. Ich stelle mir vor, wer Mitglied im Miniaturbauclub wird und HĂ€user in 1:10 nachbaut, belegt nicht nur eine besondere Verbindung zum Land sondern gewinnt auch eine Menge senioriger FĂŒrsprecher*innen. Ich sehe Roman und Verfilmung schon sehr deutlich vor meinem inneren Auge, mit Rollatorenversammlung vor dem Rathaus, „Ohne Herrn H können wir den Kirchturm nicht vollenden!“

Es war alles in allem grandios.

Das Schwimmen war auch wieder super. Das Wasser hat weiterhin 19 Grad, heute war ich mit Flossen und Schwimmbrille unterwegs und sah echte lebendige Seesterne. Die habe ich noch nie gesehen bisher (war aber bisher auch noch nie mit Flossen und Schwimmbrille im Meer unterwegs). Zu meinem Erstaunen waren sie nicht, wie im Kinderbuch, gelb sondern hatten Schneckenfarbe. Eine Krabbe sah ich auch, sie war so groß wie mein Fuß (ohne Flosse).

Am Abend kochte Mama Herzbruch alles mögliche aus dem Airfryer. Wir haben ein bisschen zu viel eingekauft, sind aber ja noch ein paar Tage da. Vielleicht sollten wir die EinkaufsaktivitĂ€ten langsam einstellen, um noch alles aufessen zu können. Auch 8 Flaschen Sekt sind noch da (vier eklige mit Bitter drin fĂŒr Frau H, vier gute fĂŒr mich), Frau H verweigerte aber gerade eben den Mitternachtsdrink und ich bin so froh, endlich Mineralwasser mit Sprudel zu haben, dass ich sowieso nie wieder etwas anderes trinken möchte.

Urlaub – Tag 2

Heute war ein sehr ereignisreicher Tag!

ZunĂ€chst einmal wurde ich wach, weil ich ausgeschlafen war. Ich glaube, das war gegen 9 Uhr, alle anderen waren schon aufgestanden aber noch nicht in Sprechlaune. Nachdem wir uns bei einem Kaffee jeweils in uns selbst annĂ€hernd wiedergefunden hatten, gingen die Kinder zum BĂ€cker. Jede Person hier hat eine Aufgabe. Die Aufgabe der Kinder ist, morgens zum BĂ€cker zu gehen und das benutzte Geschirr in die SpĂŒlmaschine zu tragen. Frau Herzbruch kocht. FĂŒr mich hatte ich gestern schon die Aufgabe gefunden, dass ich dafĂŒr sorgen werde, dass kein MĂŒll im Auto zurĂŒckgelassen wird. Gestern tat ich das, indem ich selbst den MĂŒll aus dem Auto sammelte. Heute, indem ich bei Einfahrt auf unseren Kiesweg alle anwies, ihren Dreck wegzuschaffen. Eine weitere Aufgabe fĂŒr mich fand ich heute beim FrĂŒhstĂŒck, sie ist: den großen Glastisch sauberhalten. Ich kann nicht an einem Tisch mit FingerabdrĂŒcken und KrĂŒmeln sitzen, daher werde ich fĂŒr die Sauberkeit dieses Tisches sorgen. Die Aufgaben der MĂ€nner habe ich vergessen, achja, Herr H bekam gerade eben, als er schlief, die Aufgabe des MĂŒlltonnenmanagements. Herr N. ist möglicherweise bisher davongekommen.

Als nÀchstes möchte ich festhalten, dass es heute bisher (20:47 Uhr) nicht geregnet hat.

Noch vor dem FrĂŒhstĂŒck entschieden wir, heute nach Odense zu fahren. Dort konnte man eine Bootstour zu einem Wald mit Pfannkuchenhaus unternehmen oder verschiedene Museen besichtigen. Nichts davon taten wir.

Als erstes bemerkenswert war die Parkplatzsuche in Odense. Sie fand nĂ€mlich gar nicht statt. Die Zufahrtstraße fĂŒhrt direkt in ein Parkhaus hinein, man kann gar nicht anders, als dort zu parken, sehr praktisch. Es ist unterirdisch und sehr groß, innendrin kann man sich entscheiden, wohin in der Innenstadt man möchte, entsprechend parkt man dann und nimmt den passenden Aufgang. Wir gingen am H. C. Andersen Hus hinauf, vergaßen dann aber, es zu besichtigen und landeten zunĂ€chst in einem GeschĂ€ft fĂŒr Wolle. Frau Herzbruch und M. werden nun gemeinsam Socken stricken, sie haben gleiche Wolle (in Bezug auf Sorte, nicht Farbe), gleiche Nadeln und jeweils einen „Projektbeutel“ in der zu der Wolle passenden Farben gekauft. Der Plan ist, dass sie die nĂ€chsten Tage hier gemeinsam auf dem Sofa sitzen, stricken und es hygge haben. Ich hoffe, das interferiert nicht mit den DoppelkopfplĂ€nen.

Als nĂ€chstes waren wir im H&M, Frau Herzbruch hat nĂ€mlich nicht fĂŒr DĂ€nemark sondern fĂŒr Djerba gepackt und brauchte eine Strickjacke. Anschließend schafften wir noch einen Klostergarten und dann hatten alle schon wieder Hunger. Die Suche nach Essen fĂŒhrte uns in ein vietnamesisches Lokal in der Annahme, dort wĂ€re es einfach, etwas ohne Fleisch zu finden. Nun war dort aber schon mittags der Tofu aus. Bei einem GetrĂ€nk wollten wir ĂŒberlegen, wie wir weiter vorgehen, das GetrĂ€nk dauerte aber lĂ€nger, als man gebraucht hĂ€tte, um in einem naheliegenden Supermarkt Tofu zu kaufen und ihn dem Koch um die Ohren zu hauen. Wir bestellten dann irgendwas, also M einen Glasnudelsalat ohne Fleisch (und ohne Tofu) und ich MinifrĂŒhlingsrollen (ich finde Glasnudeln extrem doof), die anderen BĂĄnh mĂŹ mit Huhn oder Pulled Pork oder so, das Essen kam nicht vollstĂ€ndig, die GetrĂ€nke immer noch nicht und danach nicht vollstĂ€ndig, es dauerte insgesamt ungefĂ€hr 100 Jahre, weshalb wir den ursprĂŒnglichen Plan, noch zu einer Marzipanfabrik zu fahren, aufgeben mussten.

Statt dessen fuhren wir auf dem RĂŒckweg einen großen Supermarkt an. Zum Urlaub gehört es ja auch immer, lokale EinkaufslĂ€den zu besichtigen und besondere Produkte auszuprobieren. In Bezug auf das Marzipan wurden wir fĂŒndig, auch schön Verpacktes als Mitbringsel fĂŒr die Katzensitterin. Und auch freute ich mich, eine abgepackte SmĂžrrebrĂžd-Platte zu sehen. BraunkĂ€se fand ich leider nicht, gut, der ist auch norwegisch, nicht dĂ€nisch, aber ich hatte gehofft, ihn zu finden, weil Norwegen ja nicht so arg weit weg ist. Und unerwartet schwierig war es mit Joghurt. Mir war nach ganz normalem Joghurt, idealerweise mit Blaubeeren. Mit „normal“ meine ich, nichts mit EXTRA PROTEIN POWER oder mit 0 % FETT oder mit Soja und so weiter. 5 Personen standen um mich herum und reichten mir immer wieder irgendwelche unpassenden Produkte an, bis ich eine Bannmeile um das Joghurtregal aussprach. Am Ende habe ich Blaubeerkefir genommen, weil die Kriterien fĂŒr Joghurt einfach nicht zu erfĂŒllen waren. 

Im 3. Anlauf, das richtige Wasser zu kaufen, waren wir ĂŒbrigens erfolgreich. Vielen Dank fĂŒr die Tipps, es scheiterte nicht an den Googlekenntnissen aber alles Wissen, wie Sprudel heißen könnte, nĂŒtzt nichts, wenn man daneben greift.

ZurĂŒck im Ferienhaus gab es eine unerwartete Situation, nĂ€mlich: Trespassers auf dem GrundstĂŒck! Allerdings ganz unten im Meer auf dem Steg, sie angelten. Ich ging davon aus, dass die Situation sich unmittelbar klĂ€ren wĂŒrde, wenn wir mit dem Hund auf den Steg und schwimmen gehen. Aber noch bevor ich fertig umgezogen war, hatte Frau Herzbruch ihre AutoritĂ€t walten lassen. Das Meer war heute weniger aufgewĂŒhlt, man konnte bis auf den Grund schauen und so sah das Seegras nicht mehr so gruselig aus. Angeblich gab es auf dem Meeresboden „unendlich viele Krabben“, aber das konnte ich nicht verifizieren, weil ich Ona meine Schwimmbrille geliehen hatte. Auch Fiene schwamm mit, erst mit einem dicken Ast im Maul, so dass sie immer wieder Wasser schluckte. Rettungsschwimmerinlich von mir abschleppen lassen wollte sie sich aber nicht (nasser Hund im Wasser im Arm ist sehr niedlich!), spĂ€ter drehte sie noch ohne Stock eine elegante Runde und fand dann, alle hĂ€tten genug geschwommen und bellte uns laut und empört vom Steg aus an.

Nach dem Schwimmen war bei Aussicht im Sessel abhÀngen angesagt und jetzt hat Mama Herzbruch Linsensuppe gekocht und es gibt Abendessen.

Urlaub Tag 1

Es ist so weit! Die Abreise war fĂŒr 1 Uhr geplant, um 1:30 Uhr saßen wir im Auto. M ĂŒbernahm die Fahrt bis DĂŒsseldorf und steuerte uns auch souverĂ€n durch die dichten Qualmwolken eines Fahrzeugbrandes auf dem Seitenstreifen. Bis etwa 4 Uhr war ich topfit, die letzten 15 Minuten zu Frau Herzbruch waren dann aber fast nicht mehr zu bewĂ€ltigen. Wir begrĂŒĂŸten uns, ich legte mich auf die Couch und schlief sofort ein. Was nebenher geschah weiß ich nicht. Um kurz nach 6 weckte mich M, weil wir abfahren wollten, ich trank einen Kaffee, setze mich in den Herzregenreisebus und schlief sofort wieder ein. Ganz am Rande nahm ich noch Diskussionen war, dass der Kofferraum doch irgendwie voller sei als gedacht und welche möglichen Lösungen es dafĂŒr gĂ€be, bei Abfahrt thronte der AirFryer ganz oben auf dem GepĂ€ckberg aber irgendwie ging es wohl auf. Wie weiß ich nicht, ich glaube, die Kinder haben es geregelt, auch das eine Auto nochmal umgeparkt, es ist so praktisch, große Kinder zu haben die ohne nennenswerte Ausfallerscheinungen eine Nacht durchmachen können!

Wie gesagt, nach der Abreise schlief ich sofort wieder ein. Ich kann mich noch nicht einmal erinnern, wie wir auf die Autobahn aufgefahren sind. Das nĂ€chste Mal erwachte ich gegen 9 Uhr irgendwo in Niedersachsen und ein bisschen spĂ€ter gab es RaststĂ€ttenfrĂŒhstĂŒck, danach schlief ich weiter. Richtig war war ich eigentlich erst, als wir um halb 2 an der FĂ€hre ankamen. Nach der FĂ€hrfahrt ging alles ganz schnell und schon fuhren wir in unsere eigene Einfahrt mit Kiesweg einfuhren. Ich hoffe sehr, da ist keine Kamera, wir haben so unfassbar viel GepĂ€ck, dass sonst jetzt in Brasilien ein Vermieter nachts wach liegt, weil er nicht weiß, wie er die Squatter wieder rauskriegen soll.

Das Haus ist sehr schön. Ich hatte gedacht, alle Fotos seien mit Weitwinkel aufgenommen. In Wirklichkeit ist aber alles noch grĂ¶ĂŸer als auf den Fotos, bis auf den Garten, der ist etwas kleiner und der Weg hinunter zum Meer etwas steiler, die Treppe dafĂŒr etwas befestigter, als ich aus den Fotos geschlossen hatte. Gut, dass das Haus so groß war, so konnte es unser ganzes GepĂ€ck mĂŒhelos aufnehmen. Und sehr gut ausgestattet ist das Haus auch, so dass ich einige Dinge schon wieder in den Koffer packen konnte, die werden gar nicht benötigt. Als alles ausgepackt war, stießen wir auf unser GlĂŒck an.

Ich hatte nach dem hĂ€ppchenweise Schlafen in der Nacht das große BedĂŒrfnis zu duschen, wollte aber auch das Schwimmen im Meer ausprobieren und erst duschen und dann schwimmen ist natĂŒrlich Quatsch. Das Ehepaar H und Herr N sind aber Schönwetterschwimmer*innen. So gingen nur die beiden Kinder und ich auf den Steg hinaus und von da ins Wasser, das war wegen sehr vieler Wasserpflanzen aber gruselig und wir kletterten schnell wieder hinaus. Einen zweiten Versucht machten wir dann vom Strand. Erst muss man ĂŒber altes Seegras waten aber dann kam Sand. Bei jedem Schritt hatte ich Angst, von Krabben gezwickt zu werden, der Vermieter hatte nĂ€mlich darauf hingewiesen, man könne Krabben und auch Garnelen fischen. Es geschah aber nichts Unerwartetes. Der Hund kam auch mit ins Wasser.

Es folgte noch ein kurzer Einkauf (zweiter Versuch, Wasser mit KohlensĂ€ure zu kaufen, gescheitert, dieses mal mangels Sprachkenntnissen) und seitdem hĂ€ngen wir in den Seilen. Ich gehe jetzt schlafen und bin dann morgen komplett ausgeschlafen, das wird schlimm fĂŒr alle anderen!

Urlaub T-1

„Noch einmal schlafen“, wĂŒrde man normalerweise jetzt sagen, aber das stimmt nicht, wir schlafen ja nicht. Wir bleiben einfach wach und steigen um 1 Uhr nachts ins Auto. Wenn da noch Platz fĂŒr uns ist. Ich habe ein bisschen Sorge, Frau Herzbruch scheint, wenn ich ihren Post richtig deute, den halben Hausstand eingepackt zu haben und die ganze KĂŒche. Weil sie plant, jeden Tag zu kochen. Ich weiß nicht, wie es dazu gekommen ist und ich hoffe, sie ist dann nicht irgendwann angestrengt. Ich wĂ€re ab Tag 1 angestrengt. Aber sollte sich das abzeichnen, installieren wir halt doch schnell just-eat.dk. An unserem Wohnort kann man Döner oder Pizza bestellen, wobei der Dönerladen auch Pizza hat und die Pizzeria auch Döner, das sind also schon vier Möglichkeiten und wir bleiben nur eine Woche.

Ich habe fĂŒr die Allgemeinheit ein Schraubglas mit 10 SpĂŒlmaschinentabs und ein Schraubglas mit 10 Waschmaschinentabs dabei. Und ein FlĂ€schchen mit 20 ml SpĂŒli. Das brauchen wir nicht, weil Frau Herzbruch ja einen ganzen Putzwagen mitnimmt, aber ich habe dieses FlĂ€schchen immer in meiner Kulturtasche, ich vermisse auf Reisen hĂ€ufig mal einen Tropfen SpĂŒlmittel, auch in Hotels und da ist dieses FlĂ€schchen perfekt. Sonst war ich beim Packen ganz bei mir. Mein DoKo-Spielblatt habe ich dabei, was ebenso unnötig ist, Frau H hat nĂ€mlich ein neues gekauft. Aber in meinem ist meine Aufzeichnung der Spielregeln drin, die ich natĂŒrlich benötige. Man kann sich nicht alles merken. Außerdem traue ich es 6 Personen im Haushalt zu, bei Unzufriedenheit einzelne Karten verschwinden zu lassen. Mit einem zweiten Deck haben wir Ersatz.

Der Tag verlief weitestgehend nach Plan. Ich schlief nicht so lang, wie ich erwartet hatte, nur bis etwa 9:30 Uhr aber wartete dann noch etwa eine Stunde im Sessel, bis mein Kreislauf nachgekommen war. Dann gab es Reste zum FrĂŒhstĂŒck, anschließend wurde der Rest WĂ€sche gemacht und die Kleidung in den Koffer gepackt. Am frĂŒhen Nachmittag fuhren M und ich Altglas weg und machten noch einen kurzen Einkauf in GetrĂ€nkemarkt, beim BĂ€cker und in der Apotheke, darauf folgte Grundreinigung der Katzenklos, des Trinkbrunnens, Balkon gießen, KĂŒhlschrank aussortieren, was man so macht. Um 20 Uhr trafen Ms GĂ€ste ein und sitzen seitdem um den KĂŒchentisch (und essen weitere Reste auf), ich packte das „Zubehör“ in den Koffer, also Dinge wie die Reiseapotheke, Ladekabel, Mehrfachstecker, Kopfhörer, Kindle, Sonnenschutz, Reisedokumente, Badezimmerzeug und die schon erwĂ€hnten SpĂŒlitabs und Waschmaschinentabs. Nun ist alles erledigt, nur den Laptop mit seinem Ladekabel muss ich spĂ€ter noch einstecken.

Wenn die GĂ€ste gegen Mitternacht gehen, können sie also Koffer und MĂŒll schon mit runter nehmen, wir machen uns dann alle nochmal frisch, ich mache die Wohnung reisefertig und dann geht es los.

Hurra!