6. Februar 2026

Heute war Tag der Medizin. Und der Pflege.

Morgens hatte ich einen Termin bei der Hausärztin für Blutabnahme und Impfung (Pneumokokken). Anschließend fuhr ich drei Stunden Auto, zwei Stunden davon telefonierte ich immer wieder für Papa N. mit der Klinikärztin, dem Sozialdienst der Klinik, dem Pflegedienst und einem Pflegeheim. Und mit Schwester N. Denn Papa N, das ist schön, hat sich stabilisiert und kann entlassen werden, jedoch nicht mehr nach Hause sondern nun in ein Pflegeheim. Um 11 Uhr vormittags waren sich alle Beteiligten einig, dass „sofort jetzt“ doch etwas überstürzt ist und die Angelegenheit wurde auf Montag vertagt.

Ankunft in Krankenhaus 1 – Papa N. war der Ruhepol im Chaos. Auf meine Mitteilung, dass seine medizinischen Probleme unerklärlicherweise, aber dennoch nachweislich, verschwunden wären, reagierte er konsterniert mit „Aber ich kann doch nicht ewig leben!“ „Geburtstag feiern können wir aber schon noch, oder?“ antwortete ich. Es ging noch etwas hin und her, wann der Geburstag sei und wie lange es bis dahin noch ist, dann stimmt er zu, nur müsse er vorher noch zum Friseur. Das lässt sich gut einrichten, der Friseur kommt im Pflegeheim immer dienstags.

Im Anschluss besichtigte ich eben dieses Pflegeheim mit dem Dienstagsfriseur, aber nur von außen, von innen hatte Schwester N es bereits besichtigt.

Dann fuhr ich weiter in die Wohnung von Papa N., um dort nach dem Rechten zu sehen. Er ist ja seit Ende Dezember mit wenigen Tagen Pause in Krankenhäusern unterwegs, da muss in der Wohnung mal wer gucken. Es war alles in Ordnung dort. Und sehr ruhig und angenehm, ich legte mich nur eine kleine Sekunde in das Pflegebett und schlief sofort ein.

Als ich wieder aufwachte, schmerzte der Impfarm. Doch nun war es Zeit für Krankenhaus 2 – Frau Herzbruch besuchen. Ich hielt den Besuch kurz, gab im wesentlichen nur Genesungs-Cherry-Coke-und-Chipsfrisch-ungarisch ab.

Schon fuhr ich wieder Auto, dieses Mal vier Stunden. Ich hörte einen Podcast mit Benni und Dennis (von denen ich zuvor noch nie gehört hatte). Irritierenderweise verbrachte ich ungefähr die Hälfte des Podcasts damit, mich zu fragen, welche merkwürdige regionale Sprachfärbung die beiden wohl sprechen um dann zu erfahren, dass sie aus Düsseldorf kommen, wie ich selbst. Ich hatte auf irgendwas weiter nördlich getippt, Münster oder so.

Dann hörte ich noch einen Podcast mit Peter Vajkoczy – sieht er Drosten ein bisschen ähnlich? Vielleicht werde ich sein Buch noch lesen.

Als nächstes wäre eine Folge mit Psychoanalytiker*innen gelaufen, doch ich konnte jetzt wirklich nicht noch weiter anderen Menschen zuhören sondern wollte unbedingt selbst sprechen, nicht als Monolog vor mich hin sondern mit einer Person. Dieses Bedürfnis könnte man mal psychoanalysieren. Jedenfalls rief ich Schanuf an und bin nun auch in Bezug auf das Dackelchen auf dem aktuellen Stand.

Morgen werde ich arbeiten und Wäsche waschen. Ich freue mich darauf.