7. April 2026 – 14. Arbeitstag vor Urlaub

Die neue Mitarbeiterin 2 war heute gesund und hatte eine Autoladung voll mit Kuchen und Torte und (alkoholfreiem) Sekt zum Einstand mitgebracht. Soweit ein gelunger Start. Dann sah ich sie wegen diverser Schulungen und Rundgänge und Einführungen nicht mehr viel, doch als ich zum Feierabend fragte, wie der erste Tag war und ob sie morgen wiederkommen würde, sagte sie, sie habe noch nie in ihrem Leben am Arbeitsplatz so viel Wertschätzung erfahren wie heute. Ich dachte erst, sie nimmt mich auf den Arm. Ich sage in Vorstellungsgesprächen, wenn das Thema auf „Wertschätzung“ kommt – und das kommt es zu 90% – dass man sich bei uns schon selbst wertschätzen muss, wir sind darin ansonsten nicht gut. Wobei mir auch die allerwenigsten sagen können, was sie unter Wertschätzung eigentlich verstehen. Ich frage immer nach. Vielleicht haben wir das ja doch irgendwo. Neue Mitarbeiterin 3, die im Sommer anfängt, sagte „naja, wenn Sie so fragen… eigentlich ist das so ein totgetretenes Tier, zig mal drübergegangen und man kann nicht mehr erkennen, was das eigentlich mal war“. Dann mussten wir alle gemeinsam sehr lachen und sie sagte, das sei für sie Wertschätzung, wenn man zusammen lacht und nicht übereinander. Okay.

Viel Zeit verbrachte ich mit Mitarbeiterin 1, die die Trainingsprogramme absolviert hat und nun fachlich eingearbeitet wird, also von mir. Es wird alles ein wenig dauern. Es gibt eine Checkliste und heute kamen wir bis zur Hälfte von Punkt 2. Vor 50 oder so. Das ist aber nicht schlimm, ich habe mir vorgennommen, alles wirklich ausführlich durchzugehen und zu erklären, wie alles mit allem zusammenhängt. Gerade deshalb gehe ich davon aus, ab Punkt 10 wird das Verfahren viel schneller, denn das hängt dann wieder mit dem vorher zusammen, das ja dann bereits bekannt ist. Es ist mir jedenfalls gelungten, aus einem ziemlich großen Bereich ein schönes, klar definitiertes Tortenstück an Tätigkeiten herauszuschneiden, die Mitarbeiterin 1 dann zukünftig selbständig übernehmen kann und es gibt links und rechts noch je ein weiteres Tortenstück, die das erste gut ergänzen, das eine dann etwas schwieriger, das nächste nochmal deutlich mehr, so wie es ja auch bei Torte ist: das erste Stück flutscht wie nix, beim zweiten wird man etwas langsamer, am dritten hat man ordentlich zu knabbern. Wir werden sehen.

Am Abend zu Hause entdeckte ich im privaten Mailpostfach eine Problemlage, die mir sofort Nasenbluten bescherte. Nach Konsultation mit Cucinacasalinga und ein wenig herumklicken wirkt die Situation jetzt aber schon handhabbarer und ich hoffe, wir können sie in den nächsten Tagen in komplett geordnete Bahnen lenken. Alles wird gut. Gefälligst.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

* Datenschutzbestimmungen akzeptieren.