12. April 2026

Die ersten paar Taschen sind ausgepackt. Eine enthielt Haushaltsverbrauchsgegenstände wie Gefrierbeutel, Backpapier, Müllbeutel. Das kann man ja weiterverwenden. Die weiterne beiden enthielten Geschirr, das nun gerade durch die Spülmaschine läuft und Geschirrtücher, die durch die Waschmaschine liefen. Irgendwo zwischendrin bog ich falsch ab und sortierte meinen Kleiderschrank aus, obwohl ich von Papa N gar keine Kleidung übernommen habe. Nein, das stimmt nicht. Ich habe einen Wollmantel in Fischgrät aus den 50ern übernommen. Der wurde aber nur ausgepackt und an eine Kleiderstange gehängt, bei Gelegenheit wird er in die Reinigung gehen. Er ist von Papa N und steht mir hervorragend.

Jedenfalls, der Kleiderschrank. Es hatten sich ein paar Kleidungsstücke in den unteren Enden der Stapel verstetigt, so, wie es halt passiert, wenn man es jeweils wieder zurücklegt und doch lieber zu einem anderen Kleidungsstück greift. Teilweise hatte sich entweder die Kleidung oder mein Körper verformt, jedenfalls passte es nicht mehr zusammen, insbesondere stellte ich vermehrt unangemessen angewachsene Ausschnitte und bei Hosen Schlackern hinten an den Oberschenkeln fest, beides nicht kleidsam. Die allermeisten Shirts mit Muster mussten auch gehen. Ich bin da irgendwann in den letzten Jahren mal einem Irrtum unterlegen. Und es gab ein Problem mit der Farbe blau: eine Serie an blauen Shirts hatte sich über einige Wäschen hinweg in ein strahlendes royalblau verwandelt, was mir leider gar nicht steht und auch nicht zum Rest der Garderobe passt, ich brauche geämpftes Blau. Ich hatte mich an einer Umfärbung versucht, nur um damit bei einem kalten blaulila zu landen, was ebensowenig geht. Und natürlich der Jeans-Gamechanger: nachdem ich mich mühsam an Skinny-Jeans gewöhnt hatte, gibt es jetzt wieder Bootcut und damit wirklich keinerlei Anlass, die mitterweile recht ausgeblichenen schwarzen Skinny-Jeans nochmal nachzufärben. Halleluja. Kein Clownsfüßealarm mehr!

Mehr geschah nicht, denn einen Mittagsschlaf gab es auch noch, das lag am Gesangslehrer, der mir einen Link zu seinem neuen Podcast geschickt hatte. Der Link führte zu meiner Verwirrung zu einem Video, und während ich darüber nachdachte, wo genau die Linien zwischen Podcast, Interview, Talkshow etc verlaufen, war ich auch schon eingeschlafen. So wie immer bei Podcasts, außer ich sitze im Auto, dann rege ich mich auf, oder außer die Stimmen sind unangenehm. Es ist also eigentlich ein Qualitätsmerkmal, wenn ich beim Podcast einschlafe.