5. September 2026 – WmdedgT
Ein bisschen zu früh aufgestanden dafür, dass ich erst gegen 2 Uhr nachts im Bett war. Die kleine Katze weckte mich um 8 für Futter, ich hätte nochmal schlafen können, wäre dann aber erfahrungsgemäß erst gegen 10 wieder aufgewacht und dann wäre der weitere Tag hektisch geworden. Also blieb ich gleich wach.
Um 11 Uhr brach ich nämlich auf zum Optiker, ich brauche zwei neue Brillen. Die eine für den Alltag, die jetzige ist 6 Jahre alt und die Werte haben sich verändert, außerdem bin ich kürzlich mit der Brille auf der Nase eingeschlafen und das Gestell ist verbogen. Das kann man vielleicht richten, vielleicht auch nicht, ausprobieren möchte man es erst, wenn eine Alternative zur Verfügung steht. Zusätzlich brauche ich eine Arbeitsplatzbrille, auf Bildschirme optimiert. Hier merke ich seit ein paar Monaten mit der Gleitsichtbrille eine gewisse Anstrengung, die ich gern wegoptimiert hätte.
Herrn N nahm ich gleich mit, damit er auch eine neue Brille bekommt, wir waren insgesamt ungefähr zwei Stunden beim Optiker, bis die Auswahl feststand. Jetzt bin ich sehr zufrieden. Und ungeduldig, wann die Brillen fertig sind.
Danach fuhr ich zum Wertstoffhof, es hatte sich wieder Elektroschrott angesammelt und aus der Wohnung von Papa N waren noch zwei Quecksilberthermometer übrig. Dachte ich jedenfalls. Der Wertstoffhofmensch sagte mir, eins davon sei ein Alkoholthermometer und gab es mir zurück. Man erkenne das an der blauen Spitze, Quecksilber hingegen erkenne man an den silbernen Kügelchen, wie ja der Name schon sagt. Ich wies auf die grauen Kügelchen im Thermometer mit der blauen Spitze hin, der Wertstoffhofmensch blieb unerschütterlich. Ich nicht. Keine Ahnung, aus welchem Jahrhundert dass Thermometer stammt und ob man sich damals schon an Farbstandards gehalten hat. Ich entsorgte das Thermometer daher nicht, wie vom Wertstoffhofmenschen vorgeschlagen, im Hausmüll sondern schmuggelte es zwischen den Elektroschrott, den ich an der Nebentheke abgab. Wenn es kein Quecksilber ist, besteht kein Problem. Wenn es doch Quecksilber ist, habe ich das Problem externalisiert. Mit dieser Lösung war ich mittelzufrieden, eine bessere fiel mir jedoch nicht ein.
Auf dem Rückweg kaufte ich ein. Ich habe vor einigen Wochen die Gemüsekiste abbestellt, sie lohnt nicht mehr. Dreimal in der Woche kocht Herr N und er bevorzugt HelloFresh, zweimal koche ich, möchte dann aber flexibel sein und nicht Vorhandenes verwerten müssen, mindestens einen Abend pro Woche wird wegen Abwesenheit nicht gekocht und an einem weiteren sind meistens irgendwelche Reste da. Was mir seit Abschaffung der Gemüsekiste fehlt, ist allerdings Obst, also kaufte ich heute Obst. Schönes Herbstobst: Feigen, Mirabellen und Birnen. Und noch ein paar andere Dinge, unaufgeregte Standardeinkäufe wie Salz und Eier.
Nach diesen Mühen schlief ich für exakt 8 Minuten zu Hause im Sessel ein, dann klingelte der Handywecker, denn ich hatte einen Sporttermin. Ich habe mich letzte Woche versehentlich für 2 Jahre im Fitness-Studio angemeldet. Also der Zeitraum war versehentlich, die Anmeldung an sich nicht, nur wollte ich mir für 13 Wochen anmelden. Aus diversen Gründen, davon hoffentlich alle gut, sind es nun zwei Jahre. So hat es sich immerhin auch gelohnt, dass ich mich umgehend ausgerüstet hatte. Zunächst einmal mit einer zweiten Sporttasche. In der ersten sind nämlich die Schwimmsachen und Umpacken kann ich nicht von mir erwarten. Es muss alles immer griffbereit sein, sonst ist die Hürde zu groß. Als zweites kaufte ich ein paar Tage später noch Sportschuhe. Zuerst dachte ich, ich hätte mehr als ausreichend Sneaker, aber die vorhandenen trage ich natürlich auf der Straße. Und beim Schwimmen trage ich anden Füßen gar nichts oder Kurzflossen, auf den Wegen Badelatschen, alles nicht sportstudiogeeignet und damit ein willkommener Anlass, schöne Schuhe mit heller Sohle zu kaufen.
Heute war mein zweites überwachtes Training, es gibt derer drei und ich bin froh, wenn sie vorbei sind und ich spontan trainieren kann, wenn es mir gerade passt. In der bisher noch optimistischen Annahme, dass dieser Fall ca. zweimal pro Woche eintreten wird.
Anschließend war es wirklich Zeit für einen kleinen Nachmittagsschlaf und danach verräumte ich die Einkäufe und kochte Abendessen (Spaghettoni mit Gemüsebolo).
Ansonsten stand heute die kleine Katze im Mittelpunkt, sie hat nämlich Geburtstag und ist jetzt 14 Jahre alt.
Alle anderen Einträge zu WmdedgT wie immer bei Frau Brüllen.
