Wir haben gestern Grund Zero vergessen: MIgräne. Tja.
Ich räumte im Büro auf, denn ich habe gelernt, dass ich mit Restmigräne zu viele Fehler bei der „richtigen“ Arbeit mache. Deshalb lasse ich sie liegen und widme mich dem, was sonst immer liegen bleibt. Alle Schränke und Schubladen sind jetzt durchsortiert, das Büromaterial und die Papiervorräte aufgefrischt, die Blumenvase ist gespült, die Schuhe sind geputzt und die Wechselkleidung und Jacketts auf Flecken, Fusseln und Muff überprüft. Das wird mir in den nächsten Monaten viel Zeit sparen. Auch die Vorräte sind gesichtet, ich identifizierte eine große Menge an Süßigkeiten, die kurz vor Ablaufdatum sind. Damit bestückte ich die Teeküchen, am Abend war das meiste schon verschwunden.
Nach der Arbeit war mein drittes begleitetes Training, und damit das letzte, Halleluja, ab jetzt kann ich ohne Termin hingehen, wann ich will. Ich bin nach wie vor begeistert von meiner Entscheidung. Obwohl ich erst dreimal dort war, fühle ich mich schon deutlich ertüchtigt – ich übertreibe nur wenig, wenn ich sage, dass ich schon beim Unterschreiben des Zweijahresvertrags aus dem Augenwinkel meinen Bizeps anschwellen sah!
Mit dem jungen Mann, der mein Training begleitete, tauschte ich mich über Sportverletzungen aus. Er hat sich gerade vor wenigen Wochen beim Kniebeugen einen Muskelfaserriss zugezogen. Ich dachte zunächst, beim Kniebeugen einfach so und war etwas unterwältigt, von einer Person trainiert zu werden, die sich bei simplen Kniebeugen verletzt. Es war aber natürlich eine Übung mit Langhanteln. Dabei gibt es in meinem Studio gar keine Langhanteln. Es stellte sich auf mein ahnungvolles Nachfragen heraus, dass der junge Mann gleich zwei Fitness-Studios besucht. Vermutlich hat man ihm auch bei einem Probetraining gleich einen Zweijahresvertrag aufgeschwatzt. Aus Gründen des Taktes frage ich natürlich nicht nach.
