6. April 2026

Sieh an, ebay Kleinanzeigen heißt jetzt gar nicht mehr so, und weil ich bei der Umstellung irgendeinem Sachverhalt wohl nicht zugestimmt habe, ist mein Konto nicht mehr da. Das hat mich heute jedoch nicht davon abgehalten, diverse Packungen Katzenfutter zu verschenken, denn Madame hat ihren Geschmack geändert. Ich habe ein neues Konto angelegt. Von Einstellen bis Abhoung vergingen 38 Minuten, ich bin zufrieden.

Dazu habe ich noch Dinge vor die Wohnungstür gestellt – unter anderem diverse Dinge, die mir für Spenden zugeschickt wurden. Ohrringe, Stifte, Postkarten. Ich würde mir wirklich sehr wünschen, keine Gegenstände zugeschickt zu bekommen, die mir dann doch nur beim Loswerden Mühe bereiten. Trägt denn wirklich irgendwer mit solidem, spendenfähigem Einkommen kleine handgewickelte Püppchen als Ohrring? Ich verstehe schon, dass die Organisationen möglichst nachhaltig im Gedächtnis bleiben möchten. Gleichzeitig habe ich noch nie „oh, die haben mir einen minderwertigen Bleistift geschickt, da spende ich wieder hin!“ gedacht. Und hätte hier wirklich gedacht, mich in einer sicheren Mehrheit zu befinden.

Die Wintermäntel, Schals, Handschuhe und Mützen sind vakuumiert und die Garderobe von Gerümpel befreit. Als ich den vorletzen Karton Weihnachtsdeko in den Keller trug, nahm ich von da ein Wurfzelt und eine Isomatte mit und stellte beides an die Straße. Eine halbe Stunde später hatte jemand das Zelt mitgenommen. Bei der Matte warte ich noch bis morgen früh ab, wenn sie dann noch da steht, werfe ich sie in den Müll. Mein Platzschaffen hat strategische Gründe: am nächsten Wochenende kommt – wenn alles gut geht, wenn es dann noch Benzin gibt zum Beispiel – eine umfangreiche Wagenladung mit Gegenständen aus Papa Ns Wohnung, die ich in meinen Haushalt integrieren möchte. Ich habe also schon Urlaubspläne!

Aber bis zum Urlaub sind es noch 14 Arbeitstage. Morgen der nächste – ich bin gespannt, ob NeueMitarbeiterin2 tatsächlich kommt und ob die Woche durch Urlaubsabwesenheit vieler Personen so ruhig wird, wie ich es mir gerade vorstelle.

4 Gedanken zu „6. April 2026“

  1. Ich bin mir auch sehr sicher, dass die meisten Menschen diese kleinen „Spendengoodies“ nicht haben möchten, ich werde bereits ungehalten, wenn ich von bespendeten Organisationen ständig teuer aussehende Post mit Flyern und Prospekten bekomme, wofür wiederum gefühlt meine ganze Spende bereits wieder aufgewendet wird.

  2. ich arbeite seit nun 10 jahren in Organisationen, die Spenden erhalten.
    Dabei war eine mit professioneller Spendenabteilung (und viel viel Post und Geschenken an Spender*innen) und zwei, die es schaffen die jährliche Spendenbescheinigung samt Anschreiben rauszusenden. Auch ich fand die Spendenabteilung deutlich zu viel und kann sehr empfehlen an kleine Organisationen ohne professionelle Spender*innenbetreuung zu spenden. Das Geld kommt einfach mehr dort an wo man es hinsendet.
    Ich kenne aber auch den Gedanken, zu der Spendenbescheinigung noch was dazupacken zu wollen – konnte mich bisher aber zügeln, unsere minderwertigen Stifte zu versenden 🙂 eher mal ne aktuelle Broschüre, die sowieso produziert ist und die Arbeit der Organisation abbildet.

  3. Hier ebenso, Mail an diverse Organisationen geschickt (Vorlage unten), unterschiedlich professionelle Antworten bekommen.

    „Guten Tag,

    ich möchte keine Spendenaufrufe mehr erhalten, auch und gerade dann nicht, wenn der Post ein Geschenk beiliegt.

    Es bereitet mir ein Gefühl des Unbehagens, wenn ich sehe, dass Spendengelder nicht direkt Hilfsbedürftigen zugute kommen. Da ich die sinnvolle Arbeit des XXXXXXX schätze, werde ich immer wieder einmal spenden, aber ich möchte nicht per Post dazu aufgefordert werden.

    Bitte streichen Sie daher alle meine Kontaktdaten aus Ihrem Verteiler und senden mir dazu eine kurze Bestätigung per Mail. Vielen Dank!

    Freundliche Grüße“

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