23. April 2026 – Letzter Arbeitstag vor dem Urlaub

Um die Spannung vorwegzunehmen: ich habe es dieses Mal geschafft! Keine Urlaubsabsage in letzter Minute, keine Dramen, keine außergewöhnlichen Vorfälle. Ich habe jetzt Urlaub. Und das ist gut, denn die letzten Tage waren schon sehr auf dem Zahnfleisch abgerockt.

Fast hätte ich es morgens gar nicht ins Büro geschafft. Im ersten Anlauf hatte ich den Fahrradschlüssel vergessen, im zweiten Anlauf das Handy, dann war ich schon ordentlich genervt. Am Vormittag erwarteten mich zwei Personalgespräche, eine zwei Übergabegespräche, eine Videokonferenz (Deutschland-Belgien-Frankfreich) zum aktuellen Umsetzungsstand des Projekts „e-Rechnung“, eine Videokonferenz mit dem Steuerberater zu einer Scheinselbstständigkeitsthematik, ein Telefonat mit dem Versicherungsmakler zum Thema „Stichtagesregelung“ und eine IT-Videokonferenz zur der Idee, eine Etage technisch von allen anderen abzukoppeln.

Dann war es auch schon 13 Uhr und ich lief los zum Frisiersalon. Ich gehe jetzt seit ca. 8 Jahren in diesen Salon und heute war eine Premiere: bisher hatte ich nämlich immer gesagt, dass mir egal ist, was sie machen. Das ging letztes Mal schief, da dachte der Friseur nämlich, wir könnten auch mal weniger kurz ausprobieren und unter dieser Idee hatte ich die letzten Wochen gelitten. Teilweise befürchtete ich, auf dem Weg zu einem Mullet zu sein, teilweise sah ich schon einen sehr braven Bob entstehen. Beides mögliche ich nicht. Deshalb hatte ich Bilder mitgebracht, die die gewünschte Friseur zeigten und alle im Salon amüsierten sich, dass auf den Bildern ich selbst war. Halt mit vorherigen Schnitten, die ich in diesem Salon bekommen hatte und ich gut fand. Das schien mir total sinnvoll, weil das ja realistische Projekte sind – die Kompetenz ist im Salon vorhanden und mein Haar/Gesicht passen auch zum Schnitt. Andere Leute scheinen Bilder von Prominenten mitzubringen als Vorlage. Das finde ich viel amüsanter. Aber gut.

Zusätzlich ließ ich mir einen Leave-in Conditioner empfehlen. Meine Haare leiden nämlich trotz ihrer Kürze unter dem neuen Hobby Schwimmen, also konkret unter dem Chlorwasser, und sind ständig elektrisch aufgeladen. Eine Zeit lang hatte ich ein richtig gutes Spray gegen sowas, Bamboo irgenwdas, das wurde leider vom Markt genommen. Dann hatte ich eine Zeit lang ein recht gutes Spray, eine Rossmann-Hausmarke, das wurde auch vom Markt genommem. Drei weitere Spraysorten, die ich ausprobierte, waren enorm schlecht, sie verbappen die Haare und riechen penetrant. Also ließ ich mir etwas empfehlen, das den haptischen und olfaktorischen Test bestant und bestellte es noch aus dem Salon heraus.

Zurück im Büro gab es noch ein Team-Meeting und dann kam ich dazu, meine Inbox leerzubeantworten, letzte Abwesenheitsinfos zu verschicken, die Pflanze zu gießen und Sachen aus dem Kühlschrank einzupacken. Ich verließ das Büro zwar etwas später als geplant, aber zur Abendverabredung kam ich nicht zu spät. So beginnt sie also nun, meine neue, wieder pünktliche Phase!

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