Mai 2026

6. Mai 2026 – krank im Urlaub!

Es ist eine absolute Zumutung, ich bin tatsächlich krank. Halsschmerzen, Fließschnupfen, Husten, der mich zerreißt und eine wärmere Körpertemperatur als üblich. Das hatte ich in dieser Form zuletzt vor mehreren Jahren und, was gestern Nacht geschah und was mir überhaupt noch nie passiert ist: ich wachte nachts um 3 auf (ich wachte sowieso irgendwie alle 1,5 Stunden auf) und hatte so Hunger, dass ich etwas essen musste. Es gab einen Notfall-Müsliriegel aus der Bürotasche, vermutlich schon abgelaufen, ich habe selten kulinarische Notfälle, darauf kommt es jetzt natürlich auch nicht mehr an.

Den Vormittag verbrachte ich im Sessel, mittags unternahm ich einen kleinen, ganz langsamen Spaziergang, um neue Taschentücher einzukaufen. Und Schokoriegel, falls ich nochmal nachts aufwache und Hunger habe. Naja und dann nahm ich halt mit, was noch so fehlte, Olivenöl, Brot, Mandeln, Tofu (gab es wieder) und zwei Eisbecher, einen für Herrn N und den anderen habe ich in den Gefrierschrank gestellt, weil ich bei Rückkehr erst einmal schlafen musste. Da steht er noch. Vielleicht wird er ein Mitternachtssnack.

Zu allem Übel ist die kleine Katze auch angeschlagen. Heute Nacht hat sie sich zwar über mein ständiges Herumlaufen gefreut und auch Futter erbettelt, später (als ich wieder schlief) dann aber erbrochen und jetzt mag sie nichts mehr fressen. Ich hoffe, das gibt sich in der nächsten Nacht. Leckerchen nimmt sie, es scheint also keine ganz dramatische Situation zu sein und sie trinkt auch.

Ms These ist, dass ich die Katze sich unwohl fühlt, weil ich zum einen krank rieche und grauenhafte Hustgeräusche mache, zum anderen ständig in der Wohnung bin und nach ihr schaue, was sie so nicht kennt und vielleicht total verunsichert. Wir haben abgemacht, dass ich also heute nur vor dem Schlafengehen nochmal Futter hinstelle und mich dann bis morgen früh nicht mehr befasse, keinesfalls die Katze nachts zur Kontrolle an ihren Schlafplätzen aufsuche.

Morgen früh beurteilen wir die Situation erneut, die der Katze und meine. Ich hoffe, keine von uns beiden muss zum Arzt geschafft werden, das fände ich unglaublich anstrengend.

(Vielen Dank für die Podcast-Empfehlungen – es wäre der optimale Zeitpunkt, sie alle zu hören, aber ich kann die Augen kaum lang genug offenhalten, um einen auszuwählen. Ich bin aber schon sehr gespannt!)

5. Mai 2026 – Urlaub zu Hause Tag 8 und WmdedgT

Geschlafen bis halb 6, dann die Katze gefüttert, dann nochmal bis kurz vor 9 geschlafen. Der Hals fühlte sich deutlich fitter an, ich hatte sogar eine Singstimme! Dafür nun Husten, okay.

Den Vormittag über las ich und befasste mich mit der Wäsche, dann brach ich auf, um ein Paket aus Bobbys Kiosk abzuholen (an M adressiert – ich schrieb mir selbst eine Vollmacht), dann zur Apotheke, um diese schleimigen Halstabletten zu kaufen für das nächste Mal Halsschmerzen, zum Bäcker, um Herrn N Brötchen mitzubringen und in einen Supermarkt wegen neuer Tulpen. Zwischendrin kam ich an einem Laden vorbei, der ein Shirt für Violinista im Fenster hatte. Neulich habe ich schon in meinem eigenen Kleiderschrank so ein Shirt gefunden, also so eins, in dem ich Violinista sehe und gar nicht mich selbst (und ich habe es ihr mittlerweile auch aufgedrängt). Vielleicht sollte ich Kleidungsscout für andere Personen werden. Während ich das dachte und dabei amüsiert das Shirt betrachtete, sah ich weiter hinten etwas für mich, ging hinein, probierte an und kam mit einer pink-lastigen Tüte wieder heraus. Noch bin ich ganz überzeugt von meinem Einkauf, ich hoffe, das ist nicht nur Urlaubslaune.

Anschließend kaufte ich noch Blumen und Bubble-Tea, der Bubble-Tea fiel mir zwei Straßen weiter leider aus der Hand, tja, so ist das manchmal, der Gedanke zwei Straßenzüge lang, ihn später zu trinken, war schon einmal sehr schön.Ermattet sank ich zu Hause in den Sessel und schlief ein Stündchen. Ich erwachte mit Schnupfen. Ich sage es, wie es ist: dieses Entspannen bekommt mir nicht!

Während ich das Abendessen kochte – Pasta mit weißen Bohnen und Thunfisch – unternahm ich einen 4-fach-Test, ohne Treffer. Ich schwanke zwischen Freude, dass ich nichts habe, dass man berücksichtigen müsse und Empörung, dass mein Körper eine schnöde Erkältung nicht ordnungsgemäß abgewehrt hat.

Abends war noch Leserunde, ich war etwas unkonzentriert, ich hatte den Link über mein Arbeits-Zoom eingerichtet und war daher auf dem Arbeits-Laptop eingeloggt, was zu lauter hereinploppenden Nachrichten führte. Das war schlecht geplant.

Jetzt ist der Laptop wieder zugeklappt, ich sitze wieder im Sessel, die Katze hat sich zurückgezogen, weil sie meinen Husten doof findet. Ich gehe gleich schlafen.

4. Mai 2026 – Urlaub zu Hause Tag 7

Als ich heute aufwachte, war ich sofort sehr zufrieden, die Halsschmerzen hatten sich nämlich nicht zu einer Krankheit ausgebreitet sondern waren im Hals geblieben – etwas weiter nach hinten/unten gerutscht, nicht sonderlich beachtenswert. Die Nase ist komplett unbeeinträchtigt, was für mich neu ist. Erkältungen beginnen bei mir üblicherweise in der Nase. Allerdings habe ich derzeit eine akute Phase der Nasensprayabhängigkeit, vielleich hat sich das auf den nahenden Infekt positiv ausgewirkt, so dass die Nebenhöhlen frei geblieben sind. Zu irgendwas muss ja auch eine Nasensprayabhängigkeit gut sein. Jedenfalls war heute der Beginn des Ausruhurlaubs geplant, also blieb ich noch im Bett. Es war sowieso erst 6 Uhr.

Ich probierte nochmal, einen Podcast zu hören. Im Auto klappt das ja mittlerweile recht gut, vielleicht kann ich das auf „im Bett“ ausweiten, zumal ich ja schon ausgeschlafen war. (Hier ein kurzer Einschub, Sie können mir gerne Podcasts empfehlen. Wichtig: kein männlicher Host, schon gar nicht zwei männliche Hosts. Und nichts mit Verbrechen.) Hat aber nicht geklappt, ich schlief wieder ein und wurde erst zwei Stunden später wieder wach.

Ab da ging der Tag komplett für die Chorbuchhaltung drauf. Daran hatte ich dieses Jahr nämlich noch gar nichts gemacht, zusätzlich werden im Januar die Mitgliedsbeiträge und regelmäßigen Spenden eingezogen, es hatte sich also etwas angesammelt. Jetzt ist der Rückstau erledigt, das restliche Jahr wird wieder eine halbe Stunde pro Monat ausreichen.

Nebenher schnurrte die Waschmaschine und die Spülmaschine, ich überzog die Betten frisch, nahm Pakete für die ganze Nachbarschaft an und erledigte Familientelefonate. Die Meisen frästen sich währenddessen auf dem Balkon durch vier Meisenknödel.

Gegen 18 Uhr beschloss ich, dem ruhigen Tag einen ruhigen Abend folgen zu lassen. Kein Kino für mich heute, ich muss gelegentlich Husten, das ist im Kino unangenehm.

Morgen werde ich das Haus wieder verlassen. Entweder, weil ich ganz fit bin oder, weil ich in der Apotheke Halsmedikamente kaufen muss. Vielleicht ergibt es sich dann, dass ich beim Optiker vorbeischaue und mich nach einer neuen Brille umsehe, oder im Rewe den leckeren Kokosjoghurt kaufe, den ich gestern bei Schanuf probierte und den ich momentan gar nicht brauche, weil noch ausreichend anderer Joghurt im Kühlschrank ist, schon über das MHD und daher essbedürftig. Aber die Erbsenmilch von Fly könnte ich kaufen, die war auch gut. Ein bisschen Luxus im Urlaub muss schon sein.

Und wenn ich mich wirklich fit fühle, fahre ich zum Wertstoffhof und entsorge Balkonsichtschutz und Isomatten, statt sie wie eine zerlegte Leiche, portioniert in Müllsäcken, nachts auf verschiedene Restmülltonnen zu verteilen.

3. April 2026 – Urlaub zu Hause Tag 6

Als ich heute Morgen aufwachte, wusste ich sofort, dass mir heute der Sinn nach eher sitzenden Tätigkeiten steht. Also ließ ich die Pläne, schwimmen zu gehen, fallen.

Vor dem Frühstück buk ich zwei Apfelkuchen, den einen für hier zu Hause, den anderen, um ihn nachmittags mit zu einer Verabredung zu nehmen. Zwischendrin bereitete ich die Chorbuchhaltung vor. Ich habe dieses Jahr noch keine Buchungen gemacht, weil ich mit der Abwicklung von Papa Ns Wohnung etc. keine Zeit hatte. Da jetzt natürlich einiges aufgelaufen ist, sortierte ich erst einmal Monatsweise.

Dann war es auch schon Zeit, den zweiten Apfelkuchen außer Haus zu tragen, nämlich zu Schanuf, die mir die neue Dackeldame vorstellte. Sehr lieb, wir verstanden uns auf Anhieb und kuschelten später sogar. Ich vermisse das erste Dackelchen sehr, das zweite ist ihm kein bisschen ähnlich, so dass ein ganz neue Zuneigung wachsen kann. Das war eine große Erleichterung.

Der Kuchen ist hervorragend gelungen. Ich hatte griechischen Joghurt als Topping mitgebracht, den brauchte es aber gar nicht. Reproduzierbar ist der Kuchen nicht, denn es handelte sich um Resteverwertung: unterschiedliche Sorten angeschrumpelte Äpfel in großer Menge und im Teig Reste von gemahlenen Mandeln und Nüssen.

Auf dem Heimweg begann mein Hals zu kratzen und in den letzten Stunden hat sich ein leichtes Hüsteln dazugesellt. Ich bin gespannt, was das werden soll. Eine Erkältungskrankheit habe ich nicht auf der Urlaubsliste und bin unsicher, ob ich sie willkommen heißend umarmen würde. Bisher ist es aber eigentlich nichts. Ich glaube, wenn ich mehr beschäftigt wäre, würde ich das alles gar nicht merken.

Da ich aber ja sowieso geplant hatte, ab jetzt eher Schreibtischkrams zu erledigen und Bücher zu lesen, lasse ich das einfach mal auf mich zukommen in der Annahme, dass meine Pläne nicht allzu sehr behindert werden.

Am hergerichteten Balkon habe ich mich heute mehrfach erfreut. Gerade eben wieder, jetzt ist nämlich Wind aufgekommen und das Geräusch von Wind im bisherigen Sichtschutz ging mir (und der Katze) immer fürchterlich auf die Nerven. Jetzt ist dieses Geräusch Vergangenheit!

2. Mai – Urlaub zu Hause Tag 5

Heute war der Balkon an der Reihe. Ich hatte mir eine genaue Einkaufsliste geschrieben, damit ich nicht zu viel kaufe. In diesem Jahr habe ich nämlich diverse Kräuter von meiner Schwester übernommen, sie hatte die geschenkt bekommen aber brauchte sie nicht. Meine Kriterien für Balkonpflanzen sind überschaubar: hübsch oder nützlich und in jedem Fall nicht giftig für Katzen. Also nahm ich die Kräuter: Lavendel, Rosmarin, Bohnenkraut, Salbei und Petersilie.

Kaufen wollte ich drei Tomatenpflanzen (Wunsch von Herrn N) und drei blühende Pflanzen, eine taugliche Auswahl stand auf dem Zettel. Und dann hatte ich mir morgens noch die Kästen angeschaut und befunden, dass sie recht spröde geworden sind, also wollte ich möglichst auch neue Kästen, die vor allen Dingen gut hängen und möglichst auch noch gut aussehen.

Ich fuhr in einen Pflanzenmarkt, der mir mehrfach empfohlen wurde, weil Familienbetrieb und gute Qualität etc. Naja ich werde keine Stammkundin. Das Parken war schon schwierig, dann war im Markt alles sehr eng gestellt und man musste sich ständig mit Leuten absprechen, um vorbeizukommen. Beratung oder Service gab es eher nicht so, ich interessierte mich für Balkonkästen, die in einem oberen Regal ganz hinten waren und fragte, ob mir da jemand helfen könnte. Eine Leiter wurde versprochen, kam aber in der nächsten Viertelstunde nicht, so dass ich das Interesse verlor. Es gab sowieso nur andere Größen, als ich suchte und auch keine guten Kombinationsgrößen (ich brauchte 80 cm, es gab 50er und 60er und 100er), man müsse für Kästen früher im Jahr kommen, wurde mir gesagt und individuelle Bestellungen werden nicht gemacht, das lohnt nicht.

Ich nahm das zur Kenntnis und verwarf die Idee, das Projekt über Wochen zu strecken. Es gäbe eine Version davon, in der man im März Kästen kauft, im April pflanzt und im Mai Erde nachlegt. Das ist eine denkbare Lebensphase. Dieses Jahr gehört nicht dazu. Dieses Jahr sollten es nochmal die alten Kästen werden und dann nächstes Jahr, falls ich mich noch nicht bereit fühle für ein mehrwöchiges Balkonprojekt, würde ich meine ganz eigene Individualbestellung vornehmen.

Die Pflanzen waren sehr schön und auch gut versorgt, das gefiel mir und außerdem gab es Dahlien, die ich sehr mag.

Wieder zu Hause packte ich alles aus und entsorgte erst einmal den Sichtschutz vom Balkon, der mich schon lange stört. Ich will keinen Sichtschutz, ich will Sicht. Dann begann ich, die Kästen von den Halterungen zu lösen und gleich beim ersten zerbröselte mir der Rand zwischen den Fingern.

Ich stieg mit absoluter Contenance wieder ins Auto und fuhr in einen großen Baumarkt in der Annahme, dass es dort zwar vermutlich keine schönen Kästen gibt, aber dafür die passenden Größen. Ich lag richtig. Es gab außerdem noch Kabelbinder und weiße Wandfarbe, das brauche ich auch, die Wandfarbe für das Garderobenprojekt bei meiner Schwester, das sich ja auch über mehrere Wochen zieht, ich bin also schon ganz nah dran. Die Kabelbinder brauchte ich für das Katzennetz, eigentlich brauchte ich auch noch Katzennetz selbst für eine Ecke, die durch den entfernten Sichtschutz freigelegt worden war. Katzennetz gab es im Baumarkt nicht, also vermutlich nicht. Die Person, die ich fragte, empfahl Moskitonetz. Naja ich denke nicht. Eine freundlicher Mensch aus dem Internet bot mir bereits einen Katzennetzrest an. Letztendlich konnte ich mir aber selbst mit dem Netz helfen, an einer anderen Stelle überschüssiges Netz wegschneiden und es mit den frisch gekauften Kabelbindern in der Lücke anbringen.

Die Kästen sitzen, die Pflanzen sitzen darin, die Balkonregenrinne ist ausgesaugt und der Balkon geschrubbt. Unter einem Schränkchen fand ich ein Vogelnest, zum Glück verlassen. Ganz schön mutig von den Vögeln, auch wenn die kleine Katze zu rund ist, um unter den Schrank zu passen. Das Vogelhäuschen hingegen war schmutzig aber leer, ich unterzog es einer Grundreinigung, vielleicht kommt ja noch jemand.

Mit dem Balkon bin ich jetzt sehr zufrieden, das nächste Mal neue Kästen brauche ich in schätzungsweise 3 Jahren. Ich habe mir für Januar 2029 in den Kalender geschrieben, über das Thema erneut nachzudenken.

30. April und 1. Mai 2026 – Urlaub zu Hause Tag 3 und 4

Gestern beschloss ich am Morgen, dass ich endlich die defekte Kaffeemaschine, die seit ein paar Monaten in einen Karton verpackt im Flur steht und, wie es dann halt immer kommt, bereits in die Einrichtung integriert wurde, nämlich teilweise als Sitzplatz für die kleine Katze und teilweise als Abstellplatz für Schuhe von Besuch (wenn der die Schuhe ausziehen möchte), zum Wertstoffhof zu bringen. Als ich die Kaffeemaschine ins Auto geladen hatte, fand ich, es sei irgendwie blöd, mit einem leeren Fahrzeug zum Wertstoffhof zu fahren, wenn doch der Keller noch voll mit Gerümpel ist. Also packte ich noch einen alten Balkontisch, 8 große Eimer Wandfarbe, ein Röhrenfernseher, zwei Autoradios, einen Anrufbeantworter, drei Router, eine Tüte mit Lacken und einen Kanister altes Motoröl ein.

Der Effekt war überwältigend: Im Keller ist jetzt ein Weg bis ganz hinten frei, ich komme an alles dran, was das weitere Aufräumen sehr erleichtern wird. Insbesondere stieß ich auf ein Isomatten-Nest, gleich vier Stück von den ganz alten Schaumgummidingern, mit denen ich zuletzt zelten war, als ich jünger war als M jetzt. Die kommen als nächtes weg.

Ich bin gern auf dem Wertstoffhof (verabscheue aber die Vorbereitung des Hinfahrens), denn ich bin jedes Mal wieder amüsiert über die mit Begeisterung gelebte Unfreundlichkeit der Leute dort, die ab einem gewissen Punkt in absolute Herzlichkeit umschlägt.

Die übliche Frau hielt mich am Tor an um zu fragen, was ich denn dabei habe und versuchte dann, mir auszureden, irgendwas davon tatsächlich dazulassen. Holz abgeben kostet Geld, Farben und Öl sind Sondermüll und das geht nur Samstags vor 14 Uhr, Elektroschrott „haben wir schon ganz viel“. Ich hielt dagegen, dass ich keinesfalls wieder zurückfahren würde, eher müssten sie mich mit dem Auto gleich mitverschrotten, weil ich mich keinen Millimeter von der Stelle bewege. Das wäre noch mehr Aufwand. Zähneknirschend wurde ich durchgelassen.

Der Mann am Elektroschrottresen fand dann natürlich noch Platz für meine Sachen, der Mann am Holzcontainer wollte kein Geld und während ich den verschlossenen Sondermüllcontainer inspizierte rief mir die Frau vom Eingang zu, das Schadstoffmobil sei genau heute unterwegs und dort könne ich den Rest abgeben, wenn ich das Mobil finde, die Haltepunkte stünden online. Aber sowieso sollte ich in die großen Eimer erstmal reinschauen, getrocknete Farben wären nämlich normaler Hausmüll, weil ja dann offensichtlich keine Lösungsmittel mehr drin sind.

Die Farben waren tatsächlich alle vollkommen vertrocknet, die Frau half mir, die Eimer in einen Restmüllcontainer auszuleeren und nahm sie dann mit. Mir blieb nur noch der Ölkanister.

Das Schadstoffmobil war für 12:30 Uhr an einer mir bekannten Straßenecke angekündigt, es war erst 10:30 Uhr, also fuhr ich in die Autowaschstraße. Dort war alles perfekt wie immer. Als ich das Ticket löste, wurde ich auf 40 Minuten Wartezeit für die Innenraumreinigung hingewiesen. „Das macht nichts, ich habe Urlaub!“ sagte ich, worauf der Kassierer „Haben Sie denn im Urlaub nichts Besseres zu tun?“ fragte. Natürlich nicht. Was gibt es besseres als Autowaschstraße?

Anschließend erwischte ich das Schadstoffmobil und dann fuhr ich noch Einkaufen, mittlerweile war es auch 14 Uhr und ich ziemlich ausgehungert. Mit meinen Erlebnissen und Einkäufen kehrte ich nach Hause zurück, frühstückte spät aber ausgiebig und ging dann wieder ins Bett, um nochmal zwei Stunden zu schlafen.

Heute ging es gleich weiter mit dem Regeln von Dingen. Ich besuchte Papa N im Pflegeheim und war danach mit der Tochter seiner ehemaligen Nachbarin verabredet, die ein neues Handy hat, das sie nicht in Gang setzen kann. Wir hatten uns schon zweimal getroffen, um das Problem zu lösen, kamen aber nicht weiter, da sie beim ersten Termin weder PIN der Simkarte noch Entsperrcode des Handys wusste und beim zweiten kein einziges ihrer Passwörter für irgendwas anderes. So hatte ich ihr Hausaufgaben aufgegeben und dieses Mal hatte sie eine ausgedruckte Passwortliste dabei. Heute kamen wir gut weiter, ich zeigte ihr an ein paar Beispielen, wie sie Apps installiert und sich dort einloggt, dann ließ ich sie selbst weitermachen. Die Zeit nutzte ich, um die Spülmaschine meiner Schwester, in deren Wohnung wir uns getroffen hatten, zu reparieren. Sie pumpte nicht mehr ab, Ursache war eine Kürbiskernschale, die sich unter das Sieb gemogelt hatte. Und dann füllte ich noch zwei größere Löcher in der Wand, aus denen einen Garderobe herausgebrochen war, mit Blitzzement, damit wir beim nächsten Besuch – da bringe ich dann die Bohrmaschine mit – die Garderobe wieder befestigen können.

Als das alles erledigt war erhielt ich einen Anruf von M, dass das bei ihr befindliche Auto nicht anspringt und unglückerweise in einer Parklücke mit Schnauze zur Wand und von beiden Seiten eingeparkt steht. Zudem mit angezogener elektrischer Parkbremse, sehr misslich. Ich bin diesem Problem jetzt schon mehrfach begegnet und bin unsicher, ob elektrische Parkbremsen generell eine gute Idee sind. Jedenfalls ist im Auto von Herrn N, das ich fuhr, eine Starthilfe-Powerbank, die ich auf dem Rückweg nach Hause bei M vorbeibrachte. Das weitere Prozedere beobachtete ich nicht mehr, es wird einem Haufen Physikstudierenden bestimmt gelingen, die richtigen Kabel an die richtigen Stellen anzuschließen, ganz sicher sogar besser als mir.

Für meinen Geschmack habe ich mich jetzt auch ausreichend mit Reparaturen und Entsorgungen befasst. Morgen werde ich den Balkon bepflanzen und mich danach wieder mehr auf tippende Tätigkeiten einschwingen.